Herkules, 5 Jahre - vermittelt-

Es gibt 28 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Ute Kaiser.

  • Herkules zur Zeit bei der Spitzrettung Ungarn


    Herkules

    5 Jahre alt

    Mittelspitz

    geimpft, gechipt, kastriert




    Das ungarische Profil


    Herkules kann mit Leine gehen. Er geht gut.
    Er ist das Leben im Haus gewohnt.
    Er ist kein dominanter Hund, kommt mit anderen Hunden zusammen. Mag weibliche Hündinnen mehr, aber auch kein Problem mit Arthunden.
    Er spielt gerne viel. Er kann viel gestreichelt werden, er mag das.
    ABER er mag kein richtig lautes Geräusch! Er wird Angst haben und sich verstecken. Er wurde von einem Jäger zurückgebracht und seitdem hat er wirklich Angst vor lauten Geräuschen, vor allem Gewehrschüsse.










  • Alles Gute Herkules ! :002:

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    Wie schön wird es sein, wenn wir einst voll Liebe

    von dem Tier erwartet werden,
    dem hier unsere ganze Sehnsucht gilt.

  • Hab eine wunderbare Zeit im neuen Zuhause du hübscher Bub ❤️❤️❤️❤️


    Liebe Grüße Ute mit meiner Seelentrösterin Tessy, meinem geliebten jungen Ismael und meiner geliebten Banja und nun auch mein kleines Engelchen Mauselchen ganz fest im Herzen <3 ❤️❤️❤️

  • Die beiden sind ja ein Traumpaar. Beide soo schön :love:

    Alles gute süßer Junge

    Marianne, Bozso, Mogli und Netti :spitze::pennen::bth:

    Mit Cindy im Herzen

  • Diese Fotos -> wunderschön!


    Das Spitzerl-Gschau (der Blick/die Haltung eines Spitzes) wunderschön festgehalten.


    Tolle Bilder und man sieht, dass er angekommen ist. Super :thumbsup:


    Alles Liebe für Herkules und seine Familie


    Claudia

  • Laurin ist angekommen ! :lachen:

    Heute möchte ich ein paar Zeilen über mein neues Familienmitglied zu Papier bringen.

    Wie ihr alle wisst, ist Laurin ehemals Herkules im Oktober zu mir gezogen, mit auf den Weg bekam ich die Worte, das er ein ganz lieber Kerl sei doch auch manchmal nach vorne geht, wenn er sich irgendwo zurückgezogen hat, er würde ohne Vorwarnung gleich zubeißen. :/

    Gaby, die Pflegemama von Laurin hatte es am eigenem Finger leider erfahren müssen. Diese Worte brannten sich in meinem Hirn fest, gleich zubeißen, wollte ich so einen Hund überhaupt? =O

    Hatte ich nicht schon genug sogenannte Problemhunde? Viele Gedanken die einem in diesem Moment durch den Kopf gehen.

    Ich kramte im Hirn nach meinen Sorgenkindern, da gab es als erstes Leany, die 9 jährige und 9 Kilogramm schwere 28 cm große flauschige Spitz-Bowlingkugel, nein sie war kein Problemhund, sie war ängstlich weil sie ihr ganzes Leben nur im Haus zugebracht hatte. Nachdem sie 50% ihres Übergewichtes verloren hatte und die Welt als gar nicht so furchteinflößend kennen gelernt hatte, war sie eine super kleine lebensfrohe Kackbratze, wie Corinna einmal meinte. <3

    Leider hatte sie dieses schöne Leben bei mir nur ein Jahr, dann musste ich sie leider wegen einem Krebsleiden erlösen.

    So kam Sir Pikering, 6 Jahre und 32 cm groß und ein echter Ungar-Spitz, mit ungarischem Akzent zu mir. Ein angeblich lieber kleiner älterer Herr der noch ein flauschiges Körbchen suchte für seinen letzten Lebensabschnitt. Naja, er war genau das Gegenteil von Leany, ein selbstbewusster, überhaupt nicht ängstlicher Rüde mit einem 24 Stunden Knurr-Modus der gerne auf Krawall aus war.:steckenpferd:

    Wir zwei fochten so manchen Zweikampf aus und zum Glück ging ich, so wie ich glaube, immer als Sieger aus dieser Situation heraus. Somit waren auch wir zwei nach einiger Zeit ein eingespieltes Team und gebissen hat er nur einmal, nämlich in Corinnas Patschen. Pik ist leider im Februar 2017 von uns gegangen.

    Als nächstes kam die 6 jährige Lissy in mein Rudel, eine kleine panisch reagierende 28 cm große Kleinspitzhündin, die ihr Leben als Gebärmaschine in einer Scheune zugebracht hatte. Auf ihrer Vermittlungsseite stand der Satz „Momentan nicht zu vermitteln“ und diese paar Worte standen lange unter ihrem Bild. Ich lies nicht locker und irgendwann kam der Tag an dem ich sie im hohen Norden besuchen und mitnehmen konnte. Ihr größtes Glück war, das ich meinen Border Collie Josua hatte, er war ihr Held, ihr Fels in der Brandung, ihr Vorbild und Mutmachvorausgeher, ohne ihn wäre sie nicht der Hund der sie heute ist.  :wedel2:

    Als ich Josua im Februar 2018 gehen lassen musste, brach für mich und Lissy die Welt zusammen.

    Da half es auch nicht das es noch die 15 jährige Angel gab, auch eine Kleinspitzhündin von 28 cm, aber so ganz anders als Lissy. Angel war ruhig und gar nicht ängstlich, fand das Leben in so einem Vierer-Rudel sehr angenehm und hat ihr verstorbenes Herrchen wohl nicht lange vermisst. Sie war meine Kuschelmaus. <3

    Die zwei Damen akzeptierten sich, aber eine echte Freundschaft ist daraus wohl nie entstanden. Angel musste ich im Mai 2018 gehen lassen.

    Waren das nun alles Problemhunde? Ja der ein oder andere schon, aber selbst schuld war keiner dieser kleinen Spitzchen an seiner Ausgangssituation, wir Menschen haben sie zu dem gemacht was sie waren, ängstlich, panisch, bissig und menschenscheu. Ich bin mit all diesen verschiedenen Charakteren zurecht gekommen und wir sind ein Team geworden aber nun wollte ich einen mitnehmen der gleich zubeißt, tackert, Löcher macht !!! :evil:

    Ach was soll`s wird schon werden, wir gingen also eine Runde zusammen spazieren und Lissy zeigte ihm gleich einmal wer hier die Hosen an hat, von dieser Aktion war Laurin sehr beeindruckt und verhielt sich dann wie ein Gentleman, was ihm sichtlich schwer fiel weil Lissy immer noch verführerisch roch nach ihrer Standhitze. :love:

    Gesagt getan, wir nahmen Laurin also mit. Auf der Heimfahrt ging ich schon mal alle Möglichkeiten durch wie ich es vermeiden könnte das es erst gar nicht zu einem Beißvorfall kommt. Erste Aktion im neuen Heim, er bekam eine 2 m Wäscheleine an sein Halsband. Mit dieser lebte er so glaube ich drei Wochen, sie verkürzte sich von selbst und so war eines Tages nur noch der Knoten am Ring dran.
    Die ersten Tage waren für ihn bestimmt nicht einfach, war er doch bei Gaby in der Pflegestelle erst vor 14 Tagen angekommen und nun schon wieder verpflanzt worden, ich glaube er hatte einfach Angst das ich irgendwie verschwinden würde und so verfolgte er mich die ersten drei Wochen auf Schritt und Tritt. :021:      

    In einem Körbchen schlafen wollte er auch nicht, der blanke Fußboden war sein Lager. Nach und nach beruhigte sich die Lage, er schlief nun auf einem Kissen und auch in der Kutte hatte er es sich schon einmal bequem gemacht. Im Schlafzimmer schläft er in der offenen Kennelbox oder unter dem Bett so wie Lissy auch. :decke:

    Um noch einmal auf die Wäscheleine zurück zu kommen, am Anfang nutzte ich sie oft um ihn unter der Bank oder aus seiner Box zu holen, aber man brauchte diese ja nur mit zwei Fingern nehmen und schon war er da. Zu einem Beißvorfall ist es also bis heute nicht gekommen, vielleicht war mein Handling einfach nur passend zur vorhandenen Situation.

    Ansonsten hat sich Laurin gut eingelebt, Lissy ist wieder entspannt und es macht beiden nix aus das ich zur Arbeit verschwinde. Hat er beim ersten Schuss hier im Tal noch mit Panik reagiert und wollte einfach nur Richtung Heimat, sind wir jetzt schon soweit, das er zu mir kommt und er wenigstens, zwar mit hängender Rute, mit mir weiter spazieren geht. ;)                                                                      

    Leider geht er immer noch an der Flex Gassi, was mich wohl mehr stört als ihn, aber mit der Schleppleine hatten wir nur Kuddelmuddel und er lief auch nicht weiter weg als im Flexleinenradius.

    Mittlerweile hat er sich zu einem flotten Fresser entwickelt, er hatte ja am Anfang jedes Futterkügelchen einzeln aus dem Napf genommen, davor hingelegt, angeguckt, dann wieder aufgenommen und sorgfältig zerkaut. Hatte leider zur Folge, dass Lissy ihren Saugmodus in seinem Napf fortsetzte und er betröppelt aus der Wäsche guckte. :napf:       

    Lissy ist zwar immer noch als erstes fertig aber Laurin lässt sich jetzt nichts mehr aus seinem Napf klauen, da gab es neulich eine klare Ansage.

    Eine Macke hat er aber, er ist sehr bellfreudig, das kenne ich so von meinen vier Vorgängern nicht, ich weiß das ist Spitztypisch, aber nein, das geht so gar nicht, ich liebe es eher ruhig. Was Laurin in den drei Monaten hier schon gebellt hat haben meine vier Spitze in acht Jahren nicht von sich gelassen und der hat ein Organ, da könnte man meinen ein Rottweiler steht vor einem, echt enorm für so einen Mittelspitz. =O

    Ein Auszug aus seinem enormen Repertoire:

    Fertig machen zum Gassi : Juchhuwirgehengassibellen Wieder zu Hause : Juchhuwiederzuhausebellen Fahre zur Arbeit : Willauchmitbellen Komme Heim : Juchhusieistwiederdabellen Keller, Waschküche, Mülltonne : Eyichwillmitbellen Ich rufe auf dem Telefon jemanden an: Ichwillauchmitredenbellen Werde angerufen : Hierlaurinbellen Besuch kommt : Ohtollbesuchersinddabellen Besucher gehen : Bleibtdochnocheinbischenbellen

    Sobald es draußen etwas dämmrig wird reagiert er auf alles, eine Haustür geht plötzlich auf, Leute gehen, stehen irgendwo und bewegen sich von A nach B, Pferde und Kühe auf der Weide dürfen sich auch nicht bewegen, obwohl das schon besser geworden ist. Den ersten Herzschlag habe ich im Auto bekommen, stehe an der Ampel, träume vor mich hin und hinten in der Box geht so richtig der Punk ab. Fußgänger, Radfahrer, Motorradfahrer etc. werden verbellt, haben im Umkreis unseres Autos nichts verloren, jetzt decke ich die Box ab und siehe da was man nicht sieht kann man auch nicht verbellen. Wir arbeiten dran und es wird schon besser. ;)

    Ansonsten bleibt zu sagen er ist ein super toller Hund, der es verdient hat ein neues zu Hause zu bekommen und ich hoffe das wir drei noch sehr lange gemeinsam durchs Leben gehen. :007:

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  • Liebe Monika, das ist mal ein ausführlicher Bericht von den ersten Monaten im neuen Zuhause. Dankeschön dafür. Das ist ein Plädoyer für „Mut“ bei der Adoption. Wobei der „Herkules“ bei Dir natürlich ein hunderfahrenes zuhause mit Zweithund ? bzw Ersthund bekommen hat. Man sollte klar auch nicht blauäugig in solch ein Abenteuer gehen. Aber ein kleines Abenteuer ist es immer, hat man ja schön lesen können. Bellfreudig .... Deine nette Beschreibung hatten wir bei fast allen unserer Spitze ??. Ich freue mich sehr von den Fortschritten und kleinen Anekdoten zuhören. Alles Gute ? Euch Dreien und lass ruhig mal wieder von Euch hören.:spitze::bth:was die beiden ein schönes Pärchen sind <3:love:

    :hund::bth::folder::zunge::renne:

  • Hallo Monika,


    danke für den ausführlichen Bericht über Laurin, ehemals Herkules. So können wir ein Verständnis dafür bekommen, welche Überlegungen, Gedanken und Gefühle man hat, wenn man ein neues Rudelmitglied aufnehmen will.


    Ich bin sehr glücklich darüber, dass Laurin bei euch ein gutes Zuhause bekommen hat und die Zeit wird euch zusammen schweißen, mehr und mehr. Das mit dem Bellen ist natürlich nicht so schön und ich hoffe, dass ihr auch da Wege findet, dass es weniger wird. Sehr schön ist es auch, dass Lissy in ihm wieder eine Stütze finden konnte und beide sich gut verstehen.


    Ansonsten bin ich Deiner Meinung: Er ist ein super toller Hund.

    Mich hat besonders sein Anmut und Stolz berührt, welches er auf allen Bildern ausstrahlt.

  • Liebe Monika,

    dass hast Du sehr schön geschrieben und wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich mir gedacht, genau so ging es mir vor einem Jahr auch :schwitz:.

    Maja hat den ganzen Tag über alles angekeift :geist2:.

    Wie eine Furie wollte sie auf alles los, meine Kater, Menschen, Autos, Motorräder, Faradfahrer, Jogger, Kinder, und so weiter :haengen:.

    Sobald die Haustür aufging und wir los gingen legte sie los.

    Wenn sie draußen meine Kater im Garten sah, sprang sie wie eine Wilde an die Terrassentür und das Fenster :mauer:.

    Sie fand jede kleine Unebenheiten im Doppelstabzaun und lief bie den Nachbarn rum und auf dem Schulhof :schwitz:.

    Was hat der kleinsten Hund, den ich bisher hatte mich Nerven gekostet :haengen:.

    Jetzt geht sie einigermaßen gut an allem vorbei ohne zu keifen und wenn wir los gehen, schaffen wir es fast ohne aufzufallen.

    Auch andere Menschen werden in Ruhe gelassen.

    Sie kommt jetzt mit den Katern zurecht und akzeptiert sie.

    Natürlich haben wir hart dafür gearbeitet und jeder Tag und jede Minute ist Erziehung.

    24 Stunden am Tag damit aus dem Rohling ein Hund wird :pfeifen:.

    Maja war zuerst mit den ganzen Eindrücken überfordert und so nach und nach versteht sie die Welt.

    Laurin ist ein wirklicher Traumhund und auch er wird es schaffen diese neue Welt, in der er jetzt ist, zu verstehen, wenn du verstehst ihn zu führen.

    Aber das kostet sehr sehr viel Energie und man muss sich immer wieder was einfallen lassen.

    Aber ihr werdet es auch schaffen

    :012::004:

    Liebe Grüße

    Petra

  • Liebe Momika ?

    Vielen lieben Dank für dein ausführlichen Bericht ?

    Schön das Laurin bei Euch ein Zuhause bekommen hat und Lizzy sein Lehrmeisterin ?

    Laurin wird noch mehr aus seinem Koffer auspacken,aber das werdet ihr schon gemeinsam Wuppen ....


    Wünsche Euch für die nächsten 10 Jahre ganz viel Freude und Spass????


    Liebe Grüße Ute mit meiner Seelentrösterin Tessy, meinem geliebten jungen Ismael und meiner geliebten Banja und nun auch mein kleines Engelchen Mauselchen ganz fest im Herzen <3 ❤️❤️❤️