Paloma`s Tagebuch

Es gibt 18 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Ingrid.

  • Heute war es soweit. Paloma ist aus Ungarn angekommen. <3


    Ein wenig zur Vorgeschichte. Paloma hat in einem Fuchsloch gelebt, bis sie von einem Auto angefahren wurde.
    Unser Kontakt hatte sie gefunden und in die Klinik gebracht.
    Sie war voller Angst und ließ sich nicht anfassen.
    In der überfüllten Tötung ist es auch nicht möglich, einem solchen Hund gerecht zu werden.



    Heute morgen dann habe ich mich auf den Weg gemacht, sie vom Transporter abzuholen.
    Da Paloma sich nicht anfassen ließ, war es mir sicherer, sie mit samt Box in mein Auto zu laden und erst im sicheren Wohnzimmer der Pflegestelle wieder raus zu lassen.


    Die leckeren Futter Angebote der Pflegemama wollte Paloma erst mal nicht annehmen. (Wer weiß auch, was einen erwartet, wenn man aus einem sicheren Platz hervor kommt).


    Nach einiger Zeit wagte sie aber den Weg aus der Box heraus.
    Mit großen, ängstlichen Augen schaute sie sich um.



    Misstrauisch beäugte sie alles und nach einer Zeit wurde sie neugierig und interessiert






    Sowie man ihr zu nah kam, war sie schnell in einer Ecke verschwunden. Also wurden erst mal alle Ecken zu gebackert.
    Paloma sollte ja ein Geschirr und Halsband an haben. Dies war mal nicht so einfach, da sie knurrte und um sich schnappte.
    Doch Pflegemama war mutig und hat es tatsächlich geschafft, ihr das anzuziehen. Paloma ergab sich letztlich und ließ geschehen, was unvermeidbar war.





    und dann wird sie einfach auf den Arm genommen



    Streicheln über den Kopf mochte sie nicht und schnappte erschreckt um sich.



    Hier ein Film



    Heute Abend dann erreichten mich diese Bilder =O
    Paloma beim Mittagsschlaf.





    Wir sind guter Hoffnung, dass alles gut wird. :)

  • Paloma hat sich in ein paar Stunden schon so vertrauensvoll eingelebt. Sie sieht richtig entspannt aus.
    Hier ein Bild von heute. Es ist zu schön, zu sehen, wie die Augen sich verändert haben.


    Paloma mit Leika <3



    Allerdings darf man nicht vergessen, dass hier noch viel Arbeit zu leisten ist, Vertrauen zu fremden Menschen aufbauen, stubenrein werden, Gassi gehen lernen.
    Alles was draußen auf sie kommt macht ihr noch große Angst. Aber sie ist jetzt wenigstens in Sicherheit und kann sich von allem Schlimmen erholen.

  • Paloma`s erste Gehversuche im Garten.
    Sie hat noch sehr viel Angst und bewegt sich nicht von der Stelle oder legt sich auf den Rücken.
    Vor lauter Angst kann sie dann auch keine Geschäftchen hinter lassen.
    Die Pflegestelle hat also im Moment alle Hände voll zu tun, was sie aber gerne macht.



    Paloma im neuen Mäntelchen, welches sie sich ohne Probleme hat anziehen lassen.
    Wir sind ganz stolz auf unser Mädchen



  • Paloma hat letzte Woche ihren ersten Tierarztbesuch gut überstanden.
    Da wir nicht sicher waren, ob von dem Unfall nicht doch noch was gebrochen ist, haben wir sie röntgen lassen. Es ist aber zum Glück alles in Ordnung.
    Paloma war sehr lieb beim Tierarzt. Sie hat auch nicht um sich geschnappt und sich alles gefallen lassen. Nur beim Röntgenbilder machen musste Mama Carmen dabei sein.
    Paloma hatte sehr viel Angst sich von fremden Menschen auf den Rücken legen zu lassen. Aber mit Pflegemamas Hilfe hatte sie Vertrauen.


    Gestern hatte Paloma Besuch von Lili und Elisabeth. Auch hier war sie recht zutraulich



    Da es im Westerwald ja immer kalt ist



    hat Paloma noch ein Mäntelchen bekommen. Und schaut mal, sieht sie nicht wunderschön aus <3<3



    Zum guten Schluss sei gesagt, dass es von Paloma nur Gutes zu berichten gibt. Sie wird immer zutraulicher, schläft gerne im Bettchen und mag die Nähe und ihr Rudel.
    Paloma muss aber trotzdem noch viel lernen. In den Garten geht sie mittlerweile mit ihrem Rudel mit. Im Buggy lässt sie sich auch mühelos fahren.


    An der Leine gehen muss noch geübt werden. Einen Schritt nach dem anderen, denn wir werden die kleine Maus nicht überfordern. Sie hat viel Schlimmes erlebt.
    Jetzt wo sie sich schon gerne anfassen und knuddeln lässt, konnten leider auf ihrem Rücken alte Wunden von Hundebissen festgestellt werden.


  • Bei meinen Besuchen bei Carmen in Rennerod habe ich Paloma bisher zweimal getroffen. Sie hat immer noch ihre weit aufgerissenen "Angstaugen". Man merkt immer noch, wie überfordernd diese Situation für sie ist und wie viel Angst sie dadurch erfährt. Aber sie ist eine echt tapfere, kleine Maus. Sie tankt sich durch alle Situationen durch. Wenn es ihr zu viel wird, zeiht sie sich zurück, aber nur sehr kurz, man könnte ja was verpassen und "Mama Carmen" muss ja im Auge behalten werden.


    Ich bewundere die Kleine. Durch ihr spärliches Haarkleid kann man eindeutig Spuren zurückliegender Verletzungen sehen. Ich hatte inständig gehofft, dass diese "Flecken" nur Dreck seien, aber ein genaueres Hinsehen ließ meine Hoffnung schnell sterben. Man will gar nicht so genau wissen, was sie erlebt hat. Aber für die riesige Angst, die sie zeigt, macht sie sich echt toll. Vor allem wenn man sieht, dass sie Carmen auf Schritt und Tritt folgt. Sie schläft mit im Bett, sie will auf den Schoß und fordert sogar ihre Streicheleinheiten mittlerweile mit liebevollem Kratzen ein. Sie kann noch immer Vertrauen fassen, obwohl ihr Trauma noch sehr tief sitzen muss. Ich finde das toll.


    Sogar mir als Fremde nähert sie sich, natürlich nur sehr vorsichtig und sehr langsam. Aber dies ist ja sehr verständlich. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, wie es so schön heißt. Als sie sich sicher war, dass sie nichts zu befürchten hatte, kam sie auf mich zu und ich durfte sie streicheln. Ihre weit aufgerissenen Augen zeigten zwar ihre Angst und Vorsicht, aber sie kam trotzdem. Das nenne ich Mut.


    In Carmens Armen sind Palomas Augen mittlerweile normal weit geöffnet. Da hat sie gar keine "Angstaugen" mehr. Für so ein ängstliches Tier ist das ein riesiger Schritt. Sie hat Vertrauen gefasst und braucht jetzt nur noch Zeit.


    Ich möchte hier an dieser Stelle einmal sagen, dass ich die Arbeit der Pflegestellen echt bewundere. Ich bin sehr froh, dass es Menschen gibt, die zusätzlich zu ihrem eigenen Leben diese Arbeit übernehmen. Danke!

  • Lieben Dank an Elisabeth für den nachfolgenden Bericht



  • Paloma geht es gut.
    Sie hat großes Vertrauen zur Pflegemama und geht auch recht gut an der Leine.
    Bei Fremden ist sie aber noch ängstlich und wir müssen ihr noch Zeit geben


    Paloma mit ihrer großen Liebe Leika und Lano.



  • Unsere liebe Paloma hatte heute große Luftprobleme.

    Pflegemama ist sofort zum Tierarzt

    Sie wurde geröntgt und leider hat sie Wasser in der Lunge.

    Das Herz weist Extrasystolen auf

    Paloma bekommt nun Medikamente und muss die nächsten Tage viel Ruhe haben.


    Dann müssen wir weiter schauen, welche Ursache das hat.

  • Da sich Palomas Gesundheitszustand verschlechterte, und wir unruhige Nächte hinter uns hatten, sind wir mit ihr zum Kardiologen gefahren.

    Im Auto war sie sehr lieb, aber auch sehr aufgeregt, da sie ja nicht wusste, wo es hin geht.

    In Carmens Armen aber fühlt sich Paloma sehr geborgen.




    Auch im Wartezimmer ist Paloma sehr ruhig und lieb gewesen





    Aber Angst hatte sie schon. Die Augen waren immer wieder mal weit aufgerissen. Was muss dieser arme Hund alles durch gemacht haben. Es ist besser, darüber nicht nach zu denken.




    Auch die Untersuchungen hat sie tapfer über sich ergehen lassen




    Es wurde noch mal ein Röntgenbild gemacht, welches eine Verschlechterung der Lunge zeigte. Palomas Herz wurde abgehört und der Herzultraschall ergab den Verdacht auf Dirofilarien (Herzwürmer) im fortgeschrittenem Stadium. Für eine genaue Diagnose wurde Blut abgenommen und ins Labor geschickt. Leider bestätigte sich der Verdacht.


    Die Behandlung erfolgt nach dem Schema der Tierkardiologie München

    https://www.tierkardiologie.lmu.de/pta/herzwurm.html


    Wir sind traurig und erschüttert nach Hause gefahren und hoffen, dass unsere kleine das alles schafft.


    Hier noch ein Film von dem lieben Spitzchen.


  • Paloma wurde die ersten 2 Monate nach dem Münchner Therapieschema behandelt. Sie hat sich recht gut stabilisiert und geht gestärkt in die anstehende Melarsomin Behandlung. Gestern bekam sie die 1. Melarsomin Injektion.


    Hier im Wartezimmer




    Brav, aber auch voller Angst - unser kleines, liebes Mädchen <3



    Paloma auf dem Behandlungstisch








    Die Melarsomin Spritze ist schmerzhaft, sie brennt und der Hund hat so was wie einen Muskelkater. Als wir im Auto saßen kam das dann auch zum Vorschein. Paloma war sehr unruhig und es war ein anstrengende Rückfahrt. Wir waren froh, als wir dann endlich angekommen waren und Paloma merkte wohl auch, dass sie endlich zuhause ist.




    Wenig später hat sie dann noch sehr gefiept, so dass sie eine Schmerztablette bekam, die dann auch wirkte. In der Nacht hat sie ruhig in Carmens Arm geschlafen. Paloma muss jetzt wegen der Thrombosegefahr ruhig gehalten werden.


    Nun brauchen wir ganz viele gedrückte Daumen und ganz viel Hoffnung, dass alles gut wird.


  • Paloma hatte nach der 1. Herzwurmspritze Abends und auch die nächsten Tage noch Schmerzen. Die Spritze ist sehr unangenehm, brennt und es tut auch hinter her noch eine Zeitlang weh. Aber dann ging es ihr richtig gut und das ganze 4 Wochen lang.


    Eine strahlende Paloma, am Montag, den 21.5. <3



    Im Garten ist sie sehr glücklich und sie fühlt sich sehr wohl in der Gesellschaft von den anderen Spitzen. Auch der kleine Snow tut ihr sehr gut.







    Auch in der Praxis beim Tierarzt fand ich, war sie nicht so angespannt und ängstlich wie das letzte Mal.






    Einmal wiegen, damit die genaue Dosierung berechnet werden kann.




    Sie lässt sich ohne Probleme die Spritze geben.




    Nun muss sie die nächsten Tage ruhig gehalten werden. Die ausgewachsenen Herzwürmer werden durch die Spritze abgetrieben und die Gefahr einer Thrombose besteht. Deshalb soll sie sich wenig anstrengen, nur an der Leine gehen und nicht spielen. Da Paloma ein ruhiger Hund ist, ist das auch nicht so problematisch.

    In 4 Wochen wird erneut eine Blutabnahme gemacht und die nächste in 5 Monaten. Wir werden berichten.



  • Paloma ist es in den letzten Wochen immer besser gegangen. Nach der eingehaltenen Ruhezeit, die wir zum Glück gut überstanden haben, fing sie an quirliger und lebendiger zu werden. Paloma kann bellen, Paloma kann spielen, Paloma sich freuen und fängt an das Leben zu genießen.




    Am Dienstag, den 20.6. waren wir dann zur Blutabnahme, denn am Tag 120 der Therapie wird auf Mikrofilairen getestet. Paloma hat ja an die Autofahrten nicht so gute Erinnerungen, deshalb mag sie natürlich nicht so gerne einsteigen.





    Immer wenn es mit dem Auto weg ging, musste sie nicht so schöne Dinge erleben, so zb. die unangenehmen Herzwurmspritzen. Aber diesmal konnten wir ihr versprechen, dass es ohne großes Aua nach Hause ging. Paloma glaubte uns das aber nicht so wirklich und versuchte sich bei der Blutabnahme erfolgreich zu wehren. Für uns war das aber auch ein freudiges Geschehen, denn es zeigt ganz klar, dass sie langsam aber sicher im Leben an kommt, dass sie sich entwickelt und nun endlich ihr Leben haben darf. Und wir sind schon sehr gespannt, was sie da noch so alles im Köfferchen versteckt hat.




    Hier ein kleiner Film von Paloma, dem tapferen, kleinen Fuchsbauspitzchen, das um sein Leben gekämpft und gewonnen hat.




    Es wird nun am Tag 270 - also in 5 Monaten - noch mal ein Bluttest gemacht werden.

  • Paloma geht es nach wie vor sehr gut und ja, ich denke, wir können sagen, sie hat es geschafft, diese ekligen Würmer zu besiegen.


    Paloma ging auch die letzte Zeit sehr gerne mit spazieren bis dann leider so ein Blödkopp seine Hunde ableinte und diese sich auf das kleine Rudel von Pflegemama stürzten. Dabei wurde der kleine Max gebissen und Paloma möchte seitdem nicht mehr so gerne mit zum Spazieren. WARUM gibt es immer wieder diese rücksichtslosen Menschen, ich kann es nicht verstehen. Das langsam und liebevoll aufgebaute Vertrauen in die Umgebung, in Straße, Verkehr und Menschen hat nun einen auf den Deckel gekriegt.


    So fängt man dann wieder ein Stück von vorne an und nein Paloma soll sich nicht quälen und wird nicht zum Spazieren gehen gezwungen, entweder heilt die Zeit die tiefen, seelischen Wunden oder nicht. Dann ist das halt so und sie darf sich in ihrer vertrauten und geliebten Umgebung wohl fühlen.


    Paloma ist mittlerweile auch kastriert. Sie hat auch das gut weg gesteckt. Die Bilder sind von dem Nachmittag der Kastration. Hat sie gut gemacht unser liebes Mädchen <3




    noch nicht so ganz wach, aber ZUHAUSE, das allein ist für sie wichtig.





  • <3 Paloma <3 hatte gestern Geburtstag, denn sie ist nun GESUND :thumbsup:


    Der Antigentest am 270. Tag hat ergeben, dass sie "Herzwurm frei" ist.

    Wir sind mehr als glücklich


    Paloma gestern


  • Unser liebes Paloma Mädchen steht nun zur Vermittlung. Bei Interesse lesen Sie bitte sehr genau das Profl


    Palomas Profil


    Wir werden natürlich solange sie auf der Pflegestelle ist im Tagebuch weiteres berichten.